Kurz-Fakten
- Isoliert auch im feuchten Zustand weiter, im Unterschied zu Daune
- Unempfindlich beim Waschen und in der Pflege, meist maschinenwaschbar
- Schwerer und voluminöser als ein Daunenschlafsack gleicher Wärmeleistung
- Die Bauschkraft lässt über die Jahre nach, weil die Fasern brechen
- Für Kinder und für Zeltcamping in feuchten Klimazonen die naheliegende Wahl
Bedeutung in der Praxis
Für Familiencamping in Deutschland ist Kunstfaser meistens die richtige Antwort. Das hat wenig mit Wärme und viel mit Realität zu tun: Kinderschlafsäcke werden nass – vom Kondenswasser an der Zeltwand, vom feuchten Badeanzug, vom umgekippten Becher. Ein Daunenschlafsack ist danach vorerst nutzlos, ein Kunstfaserschlafsack wärmt weiter und ist am nächsten Tag wieder trocken.
Der zweite Grund ist die Pflege. Kunstfaser verträgt die Waschmaschine und braucht keine besondere Behandlung, Daune schon. Wer ehrlich abschätzt, wie oft ein Kinderschlafsack gewaschen werden muss, hat die Entscheidung damit getroffen.
Beim Einpacken gilt derselbe Grundsatz wie bei Daune: nicht rollen, sondern lose in den Packsack stopfen. Gerolltes Material knickt an immer denselben Stellen, und dort verliert die Füllung zuerst ihre Bauschkraft. Gelagert wird ein Schlafsack ohnehin nicht komprimiert, sondern locker in einem großen Sack oder hängend.