Kurz-Fakten

  • Karosserie bleibt die des Basisfahrzeugs, keine aufgesetzte Wohnkabine
  • Breite und Höhe erlauben Parkhäuser und schmale Straßen, wo andere Wohnmobile scheitern
  • Wohnfläche und Stauraum sind deutlich geringer als bei Teilintegrierten oder Alkovenmobilen
  • Wärmebrücken über die Blechkarosserie machen die Isolierung anspruchsvoller
  • Meist zwei feste Schlafplätze, ein Aufstelldach kann zwei weitere ergeben

Bedeutung in der Praxis

Der Kastenwagen ist der Kompromiss für Leute, die nur ein Fahrzeug haben wollen. Er fährt sich wie ein großer Transporter, passt in die meisten Parkhäuser, taugt zum Einkaufen und ist trotzdem ein Wohnmobil. Wer zwei Wochen im Jahr campt und die restlichen fünfzig Wochen ein alltagstaugliches Auto braucht, findet hier die beste Antwort.

Für Familien mit zwei Kindern wird es dagegen eng. Zwei feste Schlafplätze plus Aufstelldach ist die übliche Obergrenze, und der Stauraum für Kinderausrüstung – Bollerwagen, Laufräder, Badezeug, Wechselkleidung – ist knapp bemessen. Wer mit Kindern längere Zeit unterwegs sein will, landet meist bei Alkovenmobil oder Wohnwagen.

Ein Punkt zur Nutzung außerhalb der Saison: Blechkarosserien leiten Wärme, und die Wärmebrücken an Türen, Radkästen und Fenstern sind bei einfachen Ausbauten spürbar. Wer im Herbst und Winter unterwegs sein will, prüft Isolierung und Heizleistung genauer als bei einem Kastenaufbau.

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