Kurz-Fakten

  • Grundlage ist Löss, ein vom Wind abgelagertes Feinsediment aus der Eiszeit
  • Aus Löss entwickelte sich unter Steppenbedingungen Schwarzerde mit hohem Humusanteil
  • Die Magdeburger Börde gehört zu den fruchtbarsten Ackerbaugebieten Deutschlands
  • Regenschatten des Harzes: niederschlagsarm, was den Ackerbau zusätzlich prägt
  • Angebaut werden vor allem Weizen, Zuckerrüben und Raps

Bedeutung in der Praxis

Der Boden ist hier das eigentliche Thema. Schwarzerde ist tiefgründig, humusreich und speichert Wasser gut – Eigenschaften, die anderswo teuer erkauft werden müssen. Sie entstand über Jahrtausende unter Steppen- und Waldsteppenbedingungen, und sie ist nicht vermehrbar: Was durch Erosion oder Versiegelung verloren geht, kommt in menschlichen Zeiträumen nicht zurück.

Landschaftlich ist die Börde das Gegenteil der Elbaue. Wo die Aue feucht, gegliedert und waldreich ist, ist die Börde weit, offen und fast baumlos. Man sieht über Kilometer, und der Himmel nimmt mehr Raum ein als der Boden. Wer beides an einem Tag sehen will, hat die Region in ihren zwei Grundformen erlebt.

Für Radfahrende hat die Börde eine praktische Eigenschaft: Sie ist flach, aber sie hat keinen Windschutz. Bei Gegenwind sind zwanzig Kilometer über offene Felder anstrengender als dreißig durch die Aue – ein Punkt, den Tourenplanung mit Kindern berücksichtigen sollte.

Für Kinder: Hier ist die Erde fast schwarz, und deshalb wächst alles besonders gut. Man kann so weit gucken, bis der Himmel den Acker berührt.

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