Der Elberadweg gehört zu den beliebtesten Radfernwegen Deutschlands, und der Abschnitt in der Altmark ist einer der ruhigsten. Für Familien spricht vieles: kaum Steigungen, wenig Verkehr, gute Beschilderung. Was schiefgeht, ist fast immer dasselbe – die Tagesetappe war zu lang.

Realistische Etappenlängen

Realistische Tagesetappen auf dem Elberadweg nach Alter Vier bis sechs Jahre im Anhänger oder am Tandemstangenrad: 30 bis 40 Kilometer, gefahren von den Eltern. Sechs bis acht Jahre auf dem eigenen Rad: 15 bis 20 Kilometer. Neun bis elf Jahre: 25 bis 35 Kilometer. Ab zwölf Jahren: 40 bis 50 Kilometer. Alle Werte gelten für einen Tag mit Pausen und ohne Zeitdruck. 0 10 20 30 40 50 km 4–6 Jahre · im Anhänger 30–40 km · Elternleistung 6–8 Jahre · eigenes Rad 15–20 km 9–11 Jahre 25–35 km ab 12 Jahren 40–50 km
Tagesetappen mit Pausen und ohne Zeitdruck: 4–6 Jahre im Anhänger 30–40 km (Elternleistung), 6–8 Jahre auf dem eigenen Rad 15–20 km, 9–11 Jahre 25–35 km, ab 12 Jahren 40–50 km. Wer eine Fähre erreichen muss, rechnet großzügiger.

Diese Werte gelten für einen Tag mit Pausen und ohne Zeitdruck. Wer eine Fähre erreichen muss, rechnet großzügiger.

Warum Wind hier zählt und Steigung nicht

Im Elbtal gibt es keine Berge, dafür freies Land. Gegenwind auf offener Strecke wirkt wie eine dauerhafte Steigung – mit dem Unterschied, dass sie nicht endet. Wer die Windrichtung vor der Tour anschaut und die Rückfahrt mit Rückenwind plant, macht den größten Unterschied. Notfalls hin mit dem Rad, zurück mit dem Zug.

Die Fähren sind der Trick

Brücken über die Elbe sind selten, Fähren nicht. Für Kinder ist eine Fährfahrt der Höhepunkt des Tages – fünf Minuten Überfahrt, und man war auf einem Schiff. Mit einer Fähre lässt sich außerdem eine Rundtour bauen statt einer Strecke hin und zurück, und Rundtouren funktionieren mit Kindern besser.

Wichtig: Fähren fahren nicht immer. Bei Hoch- oder Niedrigwasser kann der Betrieb ruhen. Vor der Tour beim Betreiber nachsehen – eine ausgefallene Fähre bedeutet auf dieser Strecke schnell zwanzig Kilometer Umweg.

Untergrund

Überwiegend asphaltiert, streckenweise Schotter oder Betonplatten auf dem Deich. Mit schmalen Reifen und Anhänger ist das unangenehm; breitere Reifen sind hier die bessere Wahl. Nach Hochwasser können Abschnitte gesperrt oder verschlammt sein.

Was den Tag rettet

  • Ein Ziel, das die Kinder interessiert – eine Fähre, ein Badesee, ein Eis in einer Stadt
  • Pausen alle fünf bis sieben Kilometer, nicht nach Zeit
  • Genug zu trinken. Zwischen den Orten gibt es lange nichts
  • Ein Plan B mit dem Zug: Der Regionalverkehr in der Altmark nimmt Räder mit

Woher wir das wissen

Der Elberadweg verläuft wenige hundert Meter vom Platz entfernt. Radreisende Familien, die hier ankommen, haben zwei wiederkehrende Themen: Der Wind war schlimmer als gedacht, und die Kinder hätten zehn Kilometer früher aufhören wollen.