Kurz-Fakten

  • Wird an der Entsorgungsstation in die dafür bestimmte Säule oder Öffnung entleert, nicht in den Bodenablauf
  • Grauwasser aus Spüle und Dusche gehört in eine andere Öffnung
  • Nach dem Entleeren wird gründlich nachgespült – das ist Teil der Entsorgung, nicht Höflichkeit
  • Nur leicht lösliches Toilettenpapier verwenden; Feuchttücher und Hygieneartikel gehören in den Müll
  • Plätze mit biologischer Kläranlage lassen nur abbaubare Sanitärzusätze zu

Bedeutung in der Praxis

Die Trennung von Schwarz- und Grauwasser ist kein Ordnungsprinzip, sondern eine Anlagenfrage. Bodenabläufe für Grauwasser führen häufig in andere Leitungen als die Fäkalienentsorgung, und Plätze mit eigener biologischer Kläranlage verkraften bestimmte Stoffe nicht. Wer Schwarzwasser in den Bodenablauf kippt, beschädigt die Anlage – und trifft damit alle Gäste des Platzes.

Daraus folgt auch die Regel zu den Zusätzen. Chemische Sanitärflüssigkeiten mit Formaldehyd und ähnlichen Wirkstoffen töten die Bakterien einer biologischen Kläranlage ab. Deshalb schreiben viele Plätze abbaubare Mittel vor. Der Familien-Campingplatz Bertingen lässt ausdrücklich nur natürliche Mittel mit dem Blauen Engel oder rein biologische Produkte zu, weil dort eine Bio-Kläranlage arbeitet; die Entsorgungssäule liegt am hinteren Ende des Platzes, und es wird nach dem Entleeren nachgespült.

Zum Papier: Leicht lösliches Toilettenpapier ist keine Marketingerfindung. Normales Papier bleibt in der Kassette faserig und verstopft Schieber und Auslauf – der häufigste Defekt an Bordtoiletten.

Verwandte Begriffe